Von der Dorfgaststätte zum 4-Sterne Hotel
Wenngleich die Ursprünge des "Elisenhofs" weiter zurückliegen,
die offizielle Konzessionsurkunde erhielt die Familie Kamphausen
erst 1871. Die Herberge hatte zu diesem Zeitpunkt nur zwei
Zimmer. Eine Poststelle und ein kleiner Rewe-Laden machten die
Wirtschaft zu einem gut besuchten Anlaufpunkt im kleinen Örtchen
Hockstein südlich von Mönchengladbach.
Nach dem Ersten Weltkrieg übernahmen die Geschwister
Elisabeth und Jakob den Familienbetrieb samt Lebensmittel-
geschäft. In den Zwanzigern ließen die beiden einen Saal mit Platz
für 250 Gäste bauen, genau dort, wo sich heute der Parkplatz und
der Wintergarten befinden. Da trafen sich die Dorfbewohner
natürlich regelmäßig zum Tanz.
Als ein Bombenangriff die Hocksteiner Kirche 1944 in Schutt und
Asche legte, funktionierten die Kamphausen-Geschwister den
Saal kurzerhand zum Gotteshaus um, in dem der Pfarrer jeden
Sonntag die Heilige Messe las.
1945 starb Jakob Kamphausen in Kriegsgefangenschaft.
Elisabeth stand mit der Gaststätte und dem Laden alleine da.
Da sie nicht verheiratet war und keine Kinder hatte, bekam sie
Unterstützung von ihrem Neffen Peter Jost, sen.
Anfang der sechziger Jahre zog sich Elisabeth Kamphausen dann
aus dem Geschäftsalltag zurück. Nun führten Peter Jost und seine
Frau Marianne die Gastwirtschaft. Die erste Aktion der Josts war
der vollständige Umbau des Gebäudes. Das alte Haus und der
Tanzsaal mussten dem neuen Komplex weichen. Dort ent-
standen zunächst zwölf Zimmer, später kamen noch weitere 20
Zimmer dazu. In Erinnerung an Elisabeth Kamphausen erhielt
das Hotel den Namen "Elisenhof"
Downloadtipp: Konzessionsurkunde von 1871
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